Wider das Vergessen-Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Laut Lehrplan sollen die Schüler der 9. Jahrgangsstufe ihre im Geschichtsunterricht gewonnenen Einsichten in die menschenverachtende nationalsozialistische Ideologie und Politik im Rahmen einer Exkursion zu einem Erinnerungsort für die Opfer des Nationalsozialismus vertiefen. Einen solchen Ort besuchten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen, begleitet von StRin Luckner, StRin Wagner sowie OStR Schlereth, am 14.05.2019 -die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Bei einem geführten Rundgang über das historische Gelände wurde zwar deutlich, dass von den ursprünglichen Gebäuden und Einrichtungen des 1938 eröffneten Lagers nicht mehr allzu viel erhalten ist, dochgelang es den sehr engagierten Führern mit ihren anschaulichen Erzählungen trotzdem, den Schülerinnen und Schülern ein Bild vom grausamen Häftlingsalltag zu vermitteln. Dieser war geprägt von Erniedrigung, Entmenschlichung, Entwürdigung -den Häftlingen wurde von Anfang an jede Individualität genommen, sie waren nur noch eine Nummer.Von den ca. 100 000 Menschen, die bis zur Befreiung des Lagers durch amerikanische Truppen im April 1945in Flossenbürg inhaftiert waren, starben über 30 000–durch Entkräftung aufgrund der Arbeit unterhärtesten Bedingungen im dem Lager angeschlossenen Granit-Steinbruch, durch Hunger, Kälte, Krankheit, Willkürakte der SS-Wachleute ...Beim Besuch derAusstellung über die Geschichte des KZFlossenbürg im ehemaligen Wäschereigebäude wurde den Schülerinnen und Schülern all dies noch einmal anhand konkreter Zeugnisse vor Augen geführt und durch die Beschäftigung mit den Biographien einzelner Gefangener vertieft. Besonders ergreifend war der abschließende Film, in dem überlebende Häftlingein eindrucksvoller Weise über ihr Schicksal im Lager und ihr weiteres Leben nach der Befreiung sprachen.Was bleibt nun als Erkenntnis dieser Exkursion nach Flossenbürg? Kurz gefasst:der Auftrag „Erinnerung zu bewahren, authentische Orte zu erhalten, Verantwortung zu übernehmen“, wie es Überlebende der deutschen Konzentrationslager im Januar 2009 in ihrem Vermächtnis formuliert haben. Oder wie es eine Schülerin in ihrem Eintrag in das Gästebuch der Gedenkstätte zusammengefasst hat:

MICHAEL SCHLERETH